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pflege:reinigung

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Schmuck möglichst nicht bewegen – Ausnahme nur zur gezielten Reinigung

Ein frisches Piercing sollte während der Heilung grundsätzlich möglichst wenig bewegt werden.

Unnötiges:

  • Drehen
  • Hin- und Herschieben
  • Ziehen
  • Drücken

kann das empfindliche Heilungsgewebe reizen und neue Mikroverletzungen verursachen.

Deshalb gilt grundsätzlich:

Schmuck nicht unnötig bewegen.

Wenn Sekret direkt am Stichkanaleingang sitzt

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Wundsekret nicht immer nur außen auf der Haut oder am sichtbaren Schmuck antrocknet.

Kleine Sekretreste können auch direkt am Stichkanaleingang sitzen und teilweise etwas unter den sichtbaren Hautrand reichen.

Solche Rückstände sind von außen manchmal kaum zu erkennen.

Bleiben sie dort haften und trocknen an, können sie bei späterer Bewegung des Schmucks mechanisch reizen.

Deshalb kann es bei Bedarf sinnvoll sein, den Schmuck nach gründlichem Einweichen minimal und sehr vorsichtig axial zu verschieben.

Das bedeutet:

  • nicht drehen
  • nicht mehrfach hin- und herschieben
  • nicht gegen Widerstand bewegen
  • nur so weit verschieben, wie es zur Sichtkontrolle und Reinigung notwendig ist

Ziel ist ausschließlich, den unmittelbaren Bereich am Stichkanaleingang sichtbar und erreichbar zu machen.

Nur nach ausreichendem Einweichen

Bevor der Schmuck minimal verschoben wird, müssen vorhandene Verkrustungen gründlich aufgeweicht sein.

Dazu wird die Stelle mit steriler isotonischer Kochsalzlösung gut befeuchtet.

Warte zunächst etwa 1 bis 2 Minuten.

Bei hartnäckigen Verkrustungen:

  • erneut befeuchten
  • wieder 1 bis 2 Minuten warten
  • Vorgang bei Bedarf wiederholen

Bei sehr festen Verkrustungen kann eine gut mit Kochsalzlösung getränkte sterile Kompresse für etwa 5 Minuten aufgelegt werden.

Erst wenn die Rückstände weich sind und keine feste Verklebung mehr besteht, darf der Schmuck bei Bedarf minimal verschoben werden.

Wenn sich der Schmuck nicht leicht bewegen lässt

Dann gilt:

Nicht weiter bewegen.

Nicht drücken.

Nicht ziehen.

Nicht drehen.

Nicht mit Kraft versuchen, an die Stelle zu gelangen.

Stattdessen weiter einweichen und die Reinigung später erneut versuchen.

Warum diese Kontrolle sinnvoll sein kann

Sekretreste direkt am Stichkanaleingang können bei Bewegung des Schmucks immer wieder am jungen Gewebe reiben.

Dadurch können:

  • Mikroverletzungen
  • erneute Rötung
  • erneute Sekretbildung
  • verlängerte Heilung
  • anhaltende Reizung

begünstigt werden.

Deshalb lautet die Regel:

So wenig Bewegung wie möglich – aber so viel wie nötig, um störende Sekretreste am Stichkanaleingang schonend zu entfernen.

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