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Die ersten Tage nach dem Piercing
Ein frisch gestochenes Piercing ist eine kontrolliert gesetzte Wunde. In den ersten Tagen sind bestimmte Reaktionen des Körpers normal.
Was in den ersten Stunden normal sein kann
- leichte Blutung oder Nachblutung
- leichte bis mäßige Schwellung
- Rötung im unmittelbaren Bereich des Stichkanals
- Wärmegefühl
- Druckempfindlichkeit
- leichtes Pochen
- klares bis leicht gelbliches Wundsekret
Warum das passiert
Nach dem Piercing beginnt unmittelbar die Wundheilung. Der Körper versucht zunächst, die Blutung zu stoppen und beschädigtes Gewebe zu stabilisieren.
Anschließend beginnt die frühe Entzündungsphase. Diese Entzündungsreaktion gehört grundsätzlich zur normalen Wundheilung und ist nicht automatisch mit einer bakteriellen Infektion gleichzusetzen.
Wichtig
Das Piercing sollte in dieser Phase möglichst wenig mechanisch belastet werden.
Vermeide insbesondere:
- Drehen des Schmucks
- unnötiges Verschieben
- Druck durch Schlafen auf dem Piercing
- Reibung durch Kleidung oder Kopfhörer
- häufiges Berühren
- aggressive Reinigung
Wann genauer hingeschaut werden sollte
Eine deutliche Verschlechterung, zunehmende Schmerzen, ausgeprägte Schwellung, starke Überwärmung, sich ausbreitende Rötung oder Allgemeinsymptome sollten nicht einfach als normale Heilung abgetan werden.
Siehe auch:
