Bei der Tröpfchenübertragung werden Mikroorganismen über größere respiratorische Partikel weitergegeben, die beim:
freigesetzt werden können.
Für typische lokale Piercinginfektionen spielt dieser Übertragungsweg meist eine geringere Rolle als beispielsweise:
In bestimmten Arbeitssituationen im Piercingstudio kann die Tröpfchenübertragung dennoch relevant sein.
Beim:
können Sekrettröpfchen aus Mund und Atemwegen freigesetzt werden.
Diese können auf:
gelangen.
Größere Tröpfchen legen meist nur begrenzte Strecken zurück.
Deshalb ist enger Kontakt besonders relevant.
Im Piercingstudio betrifft dies vor allem Arbeiten im Bereich von:
Hier befindet sich der Piercer teilweise sehr nah am Gesicht des Kunden.
Tröpfchen und Aerosole sind nicht exakt dasselbe.
Tröpfchen
sind vergleichsweise größere Partikel, die sich schneller absetzen.
Aerosole
bestehen aus kleineren Partikeln, die länger in der Luft verbleiben können.
In der modernen Infektionslehre wird diese Trennung nicht immer als starre Grenze betrachtet.
Für die Piercingpraxis ist entscheidend:
Atemwegssekrete können Mikroorganismen verbreiten und Arbeitsbereiche kontaminieren.
Über Atemwegssekrete können unterschiedliche Erreger verbreitet werden.
Dazu können gehören:
Welche Bedeutung besteht, hängt stark vom jeweiligen Erreger ab.
Nicht jeder Mikroorganismus, der beim Piercing relevant ist, wird über Tröpfchen übertragen.
Bei klassischen lokalen Piercinginfektionen sind andere Übertragungswege meist wesentlich bedeutsamer.
Dazu gehören insbesondere:
Deshalb sollte eine lokale Entzündung am Piercing nicht automatisch mit einer Tröpfchenübertragung erklärt werden.
Im Arbeitsbereich sollten sterile Materialien vor unnötigem Kontakt mit Atemwegssekreten geschützt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
Offen liegende Materialien können kontaminiert werden.
Unnötiges Sprechen unmittelbar über:
sollte vermieden werden.
Das gilt besonders bei Arbeiten im Gesicht oder Mundbereich.
Beim Husten oder Niesen können deutlich größere Mengen respiratorischer Sekrete freigesetzt werden.
Deshalb sollte nicht:
gehustet oder geniest werden.
Bei deutlichen Symptomen einer infektiösen Atemwegserkrankung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung verantwortbar durchgeführt werden kann.
Besonders relevant sind Tätigkeiten mit engem Gesichtskontakt.
Auch ein Kunde mit:
kann Sekrete im Arbeitsumfeld verbreiten.
Bei Piercings im:
ist dies besonders relevant.
Ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz kann die Abgabe respiratorischer Partikel reduzieren.
Ob und wann er erforderlich beziehungsweise sinnvoll ist, hängt ab von:
Handschuhe schützen die Hände vor direktem Kontakt.
Sie verhindern jedoch nicht, dass Tröpfchen auf:
gelangen.
Deshalb müssen unterschiedliche Schutzmaßnahmen kombiniert werden.
Auch die Augen beziehungsweise die Bindehaut sind Schleimhautflächen.
Bei Tätigkeiten mit möglichem:
kann je nach Situation ein Augenschutz sinnvoll sein.
Tröpfchen können auf Oberflächen gelangen.
Danach kann eine zweite Übertragung stattfinden:
Tröpfchen → Oberfläche → Hand → Piercing
In diesem Fall geht die ursprüngliche Tröpfchenkontamination in eine Schmierübertragung über.
Mehr dazu:
Arbeitsflächen sollten entsprechend dem Hygienekonzept:
werden.
Besonders wichtig sind häufig berührte Bereiche wie:
Bei Piercings im Mundbereich besteht besonders enger Kontakt mit:
Hier überschneiden sich mehrere mögliche Übertragungswege.
Dazu gehören:
Mehr dazu:
Nach dem Piercing ist Tröpfchenkontakt normalerweise nicht der zentrale Risikofaktor.
Wesentlich wichtiger sind im Alltag:
Tröpfchenübertragung ist im Piercingbereich vor allem ein Thema der:
Sie ist dagegen meist nicht der wichtigste Übertragungsweg für typische lokale Piercinginfektionen.
Besonders relevant ist sie bei engem Arbeiten im: